Praxis Kallenbach Heilpraktikerin in München Ost
Swantje Kallenbach - Heilpraktikerin seit 1997
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Mein 3. Buch

Praxis Kallenbach: Körper, Geist und Seele in lebendigem Fluss halten
Naturheilpraxis Swantje Kallenbach, Heilpraktikerin in München Ost-Au-Haidhausen

Sanfte Medizin und die Heilkraft der Pflanzen (Phytotherapie)

Sanfte Medizin ist in den letzten Jahren so ein Modewort geworden. Vielleicht soll damit ein Gegensatz ausgedrückt werden zur Apparatemedizin oder der medikamentösen Therapie mit langer Nebenwirkungsliste auf dem Beipackzettel.

Alles auf diesen Seiten Beschriebene dreht sich um die traditionelle, überlieferte Anwendung von Naturheilkunde. Wo etwas wissenschaftlich bewiesen ist, habe ich das ausdrücklich benannt. Phytotherapie wende ich als Heilpraktikerin in München Ost individuell bei meinen Patientinnen und Patienten an. Ich mache keine Heilaussagen, -wirkungen oder -versprechen .

Sanfte Medizin heißt für mich zuerst: Heilpflanzen

Für mich hat sanfte Medizin auf jeden Fall als erstes mit Pflanzenheilkunde zu tun. Die Phyto- therapie begleitet mich schon fast mein ganzes Leben. Pflanzen enthalten nicht nur so etwas wie “Heilkraft”, sei sie nun beweisbar oder nicht. Sondern auch Viriditas. Das ist die von Hildegard von Bingen beschriebene Grünkraft. Dies übersetze ich mit Lebenskraft oder lebendige Einheit von Körper-Geist-Seele. Vielleicht funktioniert die Heilkraft der Pflanzen (auch) über ein Resonanzprinzip. Die höhere “heile” Ordnung der Heilpflanze wirkt als Information auf den kranken Menschen. Dessen System erkennt das angebotene Muster, “erinnert sich” und reagiert positiv darauf.

Habe ich selbst ein Zipperlein - das kommt immer wieder vor, schließlich ist der Beruf des Heilpraktikers ja kein Garant für eigene Gesundheit, auch wenn ich immer wieder höre, dass man das denkt. Wenn mir also selbst etwas fehlt, gehe ich als erstes an meinen Heilpflanzenschrank in meiner Küche und stelle mir eine Teemischung zusammen. Bin ich draußen in der Natur, suche ich mir Frischpflanzen, die ich entweder vor Ort verzehre oder mitnehme für meinen Tee zuhause. In meiner Praxis darf ich das jedoch nicht. Also stelle ich z.B. Teerezepte für meine Patienten aus. Glücklicherweise gibt es noch genügend Apotheken in München, mindestens eine Nähe Ostbahnhof, die solche Heilkräuter-Rezepte anfertigen. Denn die Herstellung von Pflanzenmischungen ist apothekenpflichtig. Von mir bekommen Sie also keine Heilpflanzen, sondern ein Rezept für Ihren Apotheker.

Haben Sie ein komplexeres Anliegen, brauche ich vielleicht ein wenig länger zum Repertorisieren Ihrer individuellen Mischung. Also mehr Zeit, anhand meiner Dokumentationen (alle meine Aufzeichnungen über Pflanzenheilkunde) die Heilpflanzen herauszusuchen, die genau für Ihr geschildertes Gesundheitsziel passen. Oder bei Ihrer Erkrankungen angezeigt sind. Dann sende ich Ihnen das Rezept per Post zu. Sind Sie bereits in meiner Patientenkartei. Das heißt, kenne ich Sie bereits gut genug, um Ihren Gesundheitszustand und Ihr Anliegen sicher einschätzen zu können, kann ich so ein Rezept auch nach einer telefonischen Beratung erstellen.

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Behandlungsprinzip: Je kränker der Mensch desto sanfter der Reiz

Sanfte Medizin umfasst eine ganze Bandbreite naturheilkundlicher Verfahren. Ein wichtiges Behandlungsprinzip ist, einem sehr kranken oder chronisch überlasteten System Mensch nur einen schwachen Reiz (z.B. eine mild wirkende Pflanzenmedizin in niedriger Dosis) zu verabreichen. Dann die Reaktion darauf abzuwarten. Und dann den nächsten Schritt der Unterstützung der körpereigenen Selbstheilungskräfte einzuleiten.

Mehr über dieses traditionelle Behandlungsprinzip finden Sie hier.

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Die uralte Tradition der Heilkräuter und Pflanzenheilkunde

Diese Vorgehensweise beruht auf jahrhundertealter Tradition europäischer und anderer natürlicher Heilsysteme. Beispiele sind die großen Heiler, Naturärzte und traditionellen Heilkundigen der europäischen Vergangenheit, wie Hildegard von Bingen (Heilkundige und Kirchenlehrerin im Mittelalter), Paracelsus vor 500 Jahren (eigentlich Theophrastus Bombastus von Hohenheim, Schweitzer Arzt) oder Pfarrer Kneipp vor 150 Jahren sowie unzählige Kräuterheilkundige der jüngeren Vergangenheit wie Maria Treben. All sie setzten ihr Wissen und ihre Erfahrung dazu ein, das Körper-Geist-Seele-System-System des Menschen z.B. durch die sanfte Kraft der Pflanzen und weiterer Stoffe oder anderer Verfahren in seiner natürlichen Balance zu halten. Oder seine Selbstheilungskräfte zu unterstützen, wieder in diese Balance zu kommen. Auch wenn man bislang oft nicht weiß, wie die Wirkung zustande kommt. Irgendwie sind unsere Altvorderen aber draufgekommen, bestimmte Pflanzenrezepte zur Behandlung von Wunden, Verletzungen und Erkrankungen einzusetzen.

Viele Heilkräuterrezepte sind in alten Büchern aufgeschrieben, reichen aber sicher in viel ältere Zeiten zurück. Als es noch keine Schrift gab, wurde das Heilkräuterwissen von Naturheilern und Schamanen überliefert. In den Alpen fand man einen gut erhaltenen Urmenschen, der einen Heilpilz an einem Lederband um den Hals trug. Dieser heute als Medizinalpilz bekannte Heilpilz wirkte gegen Probleme des Verdauungsapparates. Wunderbar zu erfahren, wie weit die traditionelle Heilkunde zurückreicht. Pilze sind zwar auch Pflanzen, aber sie werden doch oft als eigene Kategorie betrachtet. Heilpilze gelten in Deutschland nicht als Heilmittel, sondern als Nahrung bzw. Nahrungsergänzungsmittel. In Asien gibt es jedoch eine große Tradition der Heilpilz-Therapie. Medizinalpilzen werden verschiedenste medizinische Wirkungen zugeschrieben. Diesbezügliche Studien gibt es meines Wissens nur in Asien. Deshalb darf in der EU nicht mit gesundheitlichen Wirkungen von Heilpilzen geworben werden.

Die Pflanzenheilkunde mit tradionellen Kräuterzubereitungen der jeweiligen Region kann man noch überall auf der Erde dort finden, wo Menschen eine Rückbesinnung auf traditionelle Lebens- und Heilweisen aktiv leben. Beziehungsweise gar nicht aufgehört haben, ihre überlieferten Pflanzenrezepturen zum Heilen und Helfen einzusetzen.

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Mehr erfahren über Heilpflanzen und -kräuter: heute

Gerade in München und im Münchener Umland ist die Tradition der Kräuterwanderungen und Vermittlung von Kräuterwissen in den letzten Jahren wieder sehr lebendig geworden. Ich selbst biete keine Kräuterwanderungen an, um Pflanzen in ihrer natürlichen Umgebung zu besuchen, aber es gibt hier ein reichhaltiges Angebot an Heilpraktikern, Pflanzenkundlern, Kräuter- pädagogen auch und gerade im Umland von München. Die Touristeninformation Ihres Heimatortes kann Ihnen sicher behilflich sein, solche lokalen Angebote zum (Wieder-) Kennenlernen wichtiger Heilpflanzen zu finden. Vielleicht auch ein Kräuterladen oder eine Apotheke vor Ort.

Für das eine oder andere Gesundheitsproblem kann die eine oder andere Pflanze erforderlich sein, die aber nicht mehr so ohne weiteres erhältlich ist. Z.B. weil sie Cumarin enthält, einen Stoff, der sich im isolierten wissenschaftlichen Test als negativ auf die Leber auswirkend erwiesen hat. Das trifft natürlich auch bei hohen Dosen sowie bei Dauergebrauch für das “Kombinationspräparat ganze Pflanze” zu. Deswegen wurden Cumarin-haltige Heilpflanzen aus dem Verkehr gezogen oder bei Gebrauchspflanzen (Alltagstees oder Gewürze) wie Zimt auf ein gewisses Risiko hingewiesen. Sie erinnern sich vielleicht noch an die Zimtstern-Panik vor Weihnachten vor ein paar Jahren.

Alles wirkt irgendwie

Hier zeigt sich also, dass die sanfte Medzin keineswegs völlig nebenwirkungsfrei sein muss: Deshalb darf keine Pflanzentherapie dauerhaft eingesetzt werden. Nach 4 - 6 Wochen sollte eine Pause eingelegt werden. Dies gilt auch für die Teepflanzen: Öfter mal die Mischung wechseln. Oder gleich mehrere Kräuterteemischungen zu Hause abwechseln. Denn fast alle Pflanzen haben irgendeine Heilwirkungen für Körper, Geist oder Seele. Es heißt ja auch nicht umsonst, dass “für jedes Leiden ein Kräutlein gewachsen” sein soll.

Selber kennen und sammeln

Manchmal kann man akute Gesundheitsprobleme selber ganz schnell lösen, wenn man mit bestimmten Grund-Heilpflanzen vertraut ist. Deshalb ist es gut, wenn man Pflanzen, die aus dem Verkehr genommen wurden, deren Heilkraft aber traditionell bekannt ist, kennt. Und weiß wie sie zubereitet werden. Deshalb meine Anregung zur Kräuterwanderung. Solche Pflanzen dürfen natürlich nur kurzfristig angewendet werden.

Mein Lieblingswaldmeister

Wer so um die 50 ist, erinnert sich vielleicht noch an den Schock, als es plötzlich kein Waldmeister-Eis mehr gab. Ich weiß noch, wie ich als Kind alle Eisdielen der Stadt aufsuchen wollte, um irgendwo noch mein geliebtes Waldmeister-Eis zu ergattern. Leider erfolglos. Wegen Cumarin.

Das hält mich aber nicht davon ab, wenigstens ein Mal pro Jahr diese unvergleichlich duftende Pflanze selbst zu Eis zu verarbeiten: Ein Sträußchen Waldmeisterkraut geerntet, getrocknet, zur Intensivierung des Aromas in den Tiefkühler gelegt, dann in Milch oder Sahne oder beidem genug lange kochen, um das sagenhafte Pflanzenaroma zu übertragen, runterkühlen und ab in die Eismaschine. Oder (mit braunem Zucker) einen Sirup einkochen und mit Schlagsahne zu Eis gefrieren lassen. Oder als Waldmeister-Panacotta.

Vielleicht haben auch Sie eine Erinnerung an einen Wohlgeruch oder Lieblingsgeschmack Ihrer Kindheit, den Sie nur wieder kosten können, wenn Sie selber auf Pflanzensammeltour gehen.

Vielleicht irgendwas mit Rosenblüten?

Ich liebe den Duft der Rose, weil er zu Herzen geht.

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Hexenwissen über Pflanzen-, Frauen- und Klostermedizin

Die traditionelle europäische Heilkunde, bevor sie sich in Schulmedizin und Naturheilkunde teilte, war eine reine Erfahrungsmedizin. Dieses erhebliche Wissen im Kopf einer Kräuterfrau, Druidin oder eben Hexe gab natürlich Macht. Aber nicht immer die Macht, Krankheiten zu heilen. Damals wie heute. Das ist der eine Grund, warum Heilkundige früher gefährlich lebten. Wenn sie nämlich jemanden nicht heilen konnten, konnte dies negative Folgen für ihr eigen Leib und Leben haben. Wir haben das in der Moderne so geregelt, dass es generell verboten ist, medizinische Heilung zu versprechen. Und jeder Patient muss über Risiken und Nebenwirkungen aufgeklärt werden. Auch darüber, dass es vielleicht nicht hilft, obwohl es Geld kostet. Man nennt das Behandlungsversuch.

Unsere europäische Naturheilkunde und Pflanzenmedizin befindet sich derzeit in einer Art Wiederherstellungsphase. Die Wunden, die die Inquisition mit ihrer unfassbar brutalen Hexenverfolgung hinterlassen hat, beginnen sich zu schließen. Altes Wissen kann nie und nirgends wirklich verloren gehen, selbst wenn es nicht aufgeschrieben wurde. Es schien nur ausgerottet. Nun kommt es wieder ans Tageslicht und kann zum Wohle von kranken Menschen eingesetzt werden.

Geschützt waren Heilkundige zu Zeiten der Inquisition eigentlich nur hinter Klostermauern. Deshalb gibt es so viele Überlieferungen aus der Klostermedizin, auf die man sich heute wieder rückbesinnt. Aber selbst eine Hildegard von Bingen musste damals bangen, ihre seherische Gabe, die sie von Gott erhalten hatte, tatsächlich zum Wohle der Menschen einsetzen zu dürfen. Die Gefahr war groß, für mit dem Teufel im Bunde gehalten zu werden. Denn dann nahmen die unguten Dingen ihren Lauf: Eine Bande alter Männer maßte sich an, darüber zu befinden, was Gott wohl gemeint haben konnte. Und beging im Namen des Herrn an Selbstgerechtigkeit, Sadismus und Nekrophilie (im Sinne Erich Fromms ‘Anatomie der menschlichen Destruktivität’) schwer zu überbietende Verbrechen, die sie als den Willen des Herrn verkauften. An dieser Stelle darf auch nicht unerwähnt bleiben, dass Frauen als Hebammen auch Wissen über Abtreibung und Verhütung besaßen, unerwünschtes Herrschaftswissen.

Was machte die Frau zur Hexe vor der man Angst hatte? Denn denunziert, also der Inquisition gemeldet wurden ja keineswegs nur reiche, schöne oder rothaarige Frauen, die aus Neid, Missgunst und anderen niederen Beweggründen angezeigt wurden. Nein sondern durchaus Frauen (und auch einige Männer) die wirkliches Wissen um die Heilkunde hatten. In einer Zeit, wo trotz oder wegen des Christentums bei der Durchschnittsbevölkerung Angst vor bösen Kräften, vor Hölle und Fegfeuer herrschte, brauchte man schützende Rituale. Dabei ist die Anwendung von Zauberkräften bereits im alten Testament verboten. Jemand, der über den Naturkräften zu stehen schien, weil er sie kannte und anwendete, musste über Hexenwissen verfügen, also Zauberer sein. Dabei ist die gezielte Anwendung der Naturkräfte, um bestimmte Ergebnisse zu erzielen im Kern naturwissenschaftliches Denken und Handeln.

Wer hier lieber auf der religiösen Ebene bleibt: Wenn jemand an Gott oder eine göttliche Instanz glaubt, die alles geschaffen hat. Wie könnte es dann etwas geben, das machtvoller ist als dieses Höchste? Die Hexenjagd sagt aus meiner Sicht mehr über den mangelhaften Glauben der Inquisiteure aus, als dass sie die Frage beantworten könnte, ob “Hexen” etwa “dem Bösen” zuzuordnen seien.

Nimmt man die Berichte des neuen Testaments zu Jesu Wunderheilungen müssen ihn die Pharisäer auf jeden Fall für einen Zauberer gehalten haben: Er erweckte Tote, heilte Kranke, schien also irgendwie über dem göttlichen Gesetz zu stehen. Sie gaben ihre Angst aber nicht zu, sondern ließen Jesus von Pontius Pilatus aus dem einzigen stichhaltigen Grund verurteilen, den sie finden konnten: Er heilte am Ruhetag der Woche, hielt sich also nicht an die Sabbat-Regeln. Natürlich wissen wir, dass alles so kommen musste, weil die alttestamentarische Überlieferung ja den Messias ankündigt und was alles geschehen sollte. Aus Angst vor dem Bösen oder Fremden ließen sich Menschen leider immer schon zu Greueltaten hinreißen. Und wann wird man begreifen, dass sich das Göttliche schon selber schützen kann, ohne dass dazu der Eifer (Fundamentalismus) des Menschen gebraucht würde.

Heilpflanzenkunde war über viele Jahrhunderte nur dann kein gefährliches Hexenwissen, wenn es von der Kirche abgesegnet war. Nach der Säkularisation, der ziemlich überfällig gewordenen Trennung zwischen Kirche und Staat, die den Beginn der Demokratie überhaupt erst ermöglichte, begann ein Erstarken der noch jungen Schulmedizin. Also die intensive Erforschung wissenschaftlicher Zusammenhänge mit den Methoden der damaligen Zeit: Man wollte nicht mehr abhängig sein vom vermeintlichen göttlichen Willen. Deshalb gibt es auch heute noch diese starke Forderung nach wissenschaftlich fundierter Medizin. Man will rational wissen, was wann wie und warum wirkt. Und wie sich das wiederholen lässt.

Leider wird da in System und Struktur über das Ziel hinausgeschossen. Da zumindest nach unserem derzeitig wissenschaftlich akzeptierten Stand der Wissenschaft nun einmal nicht alles beweisbar ist. Sowie die innere Kraft des Menschen - manche nennen das Placebo - eine erhebliche Wirkung auf Krankheits- und Gesundheitsprozesse hat.

Ich jedenfalls habe mir ein Stück kindlichen Glaubens bewahrt, dass Pflanzenwesen uns Menschen helfen wollen.

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Mein Verständnis der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie)

Die naturwissenschaftliche Vorgehensweise lässt sich für einen Teilbereich der Pflanzenheilkunde ja auch gut anwenden. Es gibt aber körperliche Wirkungen von Heilpflanzen, die sich naturwissenschaftlich nicht erklären lassen, obwohl sie häufige Anwendung in der Volksheilkunde erfuhren oder erfahren. Häufig angewendet wurde nur das, was auch half. Nicht erklären lässt sich auch das oben bereits angesprochene Seelenprinzip der Pflanze. Solange also diese wertvollen Anwendungsformen wissenschaftlich nicht erwiesen sind, obwohl in den Überliefungen gut dokumentiert sind, bleibe ich bei meiner Vorgehensweise der Ermittlung von Heilpflanzen-Rezepten für meine Patientinnen und Patienten: Der Auswahl über Dokumentation und Intuition. Erfreulicherweise überschneiden sich ja auch etliche Erkenntnisse der wissenschaftlichen Medizin mit der traditionellen Pflanzenheilkunde. Vielleicht werden wir eines Tages ganz genau wissen was wie warum wirkt.

Pflanzenmedizin kann direkt z.B. als Tee, Umschlag oder Badeanwendung oder als naturheilkundlich aufbereitete Arznei aus der Apotheke vielfältige Vorgänge des Körpers positiv beeinflussen. Diese Erkenntnisse beruhen auf traditioneller Erfahrungsheilkunde.

In einigen Fällen gibt es Pflanzenextrakte, deren Einsatzgebiet Wirkstoff-bewiesen ist. Ein einzelner Bestandteil einer Pflanze wurde untersucht, dabei konnte eine konkrete Heilwirkung festgestellte werden. Dies steht dann auf dem Beipackzettel. Natürlich setze ich auch solche gut untersuchten Pflanzenheilmittel ein.

Dieses Einsatzgebiet der Pflanzenheilkunde meine ich jedoch nicht in erster Linie:

Mein Verständnis der Pflazenheilkunde setzt ganz bewusst auf die ganze Pflanze und deren Körper, Geist und Seele. Das Geschenk der Einheit Pflanze zur Behandlung des ganzen (im Sinne ungeteilten) Wesens Mensch.

Gerade für moderne, aktive Menschen, die in ihrer Lebensweise ja eher nicht zurück in die Steinzeit wollen, eignen sich verschiedene pflanzliche Anwendungen, um zu Stress, Zivilisationskost und mehr oder weniger liebenswerten Angewohnheiten einen wohltuenden Ausgleich zu schaffen. Wahre Heilkunst soll ja gerade dann wirken, wenn sich Menschen nicht an die Bedürfnisse ihres Körpers halten wollen. Ich gebe mein Bestes, aber selbstverständlich kann ich auch hier überhaupt nichts versprechen! Und jeder Heiltee muss regelmäßig zubereitet und getrunken werden.

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Behandlungsprinzip: Ressourcen-orientierter Einsatz

Das Behandlungsprinzip ist dabei nicht die Frage, wie sich eine Krankheit oder eine Vorstufe davon oder eine Befindlichkeitsstörung bekämpfen lässt. Sondern im Vordergrund der traditionellen Erfahrungsheilkunde und Ganzheitsmedizin steht die Frage: Was befähigt das System Mensch die Krankheit zu überwinden?

Dies ist als Ressourcen-orientierter Ansatz zu verstehen, weil nicht etwas Neues, nie-Da- gewesenes als Wundermittel eingesetzt wird. Also etwa “übergestülpt. Sondern weil Schritt für Schritt vorsichtig geschaut wird, welche einzelnen Instanzen im Menschen gestärkt werden müssen, damit der Motor seiner Selbstheilungskräfte hoffentlich anspringt.

Diese erwünschte Stärkung des Systems Mensch kann auf grob-stofflicher (körperlicher) oder fein-stofflicher Ebene stattfinden. Im Sinne Schwingungs- und Energiemedizin. Dabei wird das Wesen Pflanze als vitale (lebendige) ganzheitliche Einheit begriffen.

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Heilreaktionen sanfter Medizin: Nebenwirkungen

Die sanfte Naturheilkunde kann mit Begleiterscheinungen zu tun haben, die als unerwünschte Nebenwirkungen wahrgenommen werden. Dies wird z.B. als Ausleitungsreaktionen, als Erstverschlimmerung oder eben als Heilreaktion des Körpers bezeichnet.

Allergische Reaktionen sind keine Heilreaktionen! Deshalb muss ich die Allergieauslöser meiner Patienten kennen.

Typische Reaktionen sind die Veränderung des Wasserlassens oder Stuhlgangs in Menge, Häufigkeit, Konsistenz, Farbe oder Geruch. Auch ein veränderter Körpergeruch über einen gewissen Zeitraum ist möglich.

Diese Heilreaktionen sind Ausdruck des “Hausputzes” des Körpers. Und treten längst nicht bei jedem Menschen auf.

Mehr über die Anwendung des uralten Reinigungsprinzips der Naturheilkunde finden Sie dort.

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Wundersame Pflanzenwelt

Es gibt genügend traditionelle Überlieferungen und natürlich meine eigenen Erfahrungswerte, dass Pflanzenheilkunde nicht nur dem Körper gut tut. Sondern auch geistig-seelische Belange wieder in Fluss bringen kann. Manche, besonders lieb gewonnene Heilpflanzen nehme ich wie eine Persönlichkeit wahr. Da gibt es welche, die wie eine Lupe helfen, tiefer in sich selbst zu blicken. Oder andere, die wie ein Schutzmäntelchen wirken in rauhen Zeiten. Und solche, die einen wie Balsam sanft erfüllen oder regelrecht glücklich machen können. Wie ich überhaupt der Meinung bin, dass der Kontakt zu Pflanzenwesen, also auch Bäumen glücklich macht. Mich jedenfalls.

Damit die Pflanzenmischung ihre Aufgabe erfüllen kann, ist es aber nicht notwendig, dass man sie genauer kennt. Ich möchte nur gern alle Möglichkeiten der Pflanze nutzen. Das heißt, Ihnen anbieten. Deshalb lasse ich Sie, wenn genug Zeit ist, auch Fotos der Pflanzen ansehen. Und so mancher erkennt ein vermeintliches Unkraut wieder, das er schon längere Zeit versucht, aus seinem Garten oder Balkonkasten zu vertreiben. Umgekehrt kann man feststellen, dass sich bestimmte Pflanzen im Garten oder rund ums Haus plötzlich zeigen, wenn ein Familienmitglied sie braucht. Es sollen sich sogar Pflanzen ansiedeln, bevor der neue Besitzer, der sie dann braucht, überhaupt eingezogen ist. Ich wage nicht zu theoretisieren, wie das wohl möglich ist.

Haben Sie mehr Interesse am Geheimnisvollen der Pflanzenwelt, kann ich zwei wunderbare Bücher empfehlen: “Der Ruf der Rose” und “Das geheime Leben der Pflanzen”.

Pflanzenheilkunde ist nicht das einzige Verfahren, das man als sanft bezeichnen kann. Ich beschreibe überwiegend die Phytotherapie beispielhaft für alle sanften Verfahren, die ich in meiner Münchener Heilpraktikerpraxis anwende.

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Eines aber müssen Sie wissen:

Auch sanfte Medizin beruht auf Mitmachen

Wenn Sie anderes auf diesen Seiten schon gelesen haben, wissen Sie ja bereits, dass ich selber zwar viel tue. Aber von meinen Patienten auch so einiges verlange. Es ist ja schließlich Ihr Körper. Ich tue das deshalb, weil ich versuche, einen effizienten Therapieansatz zu bieten (mehr zu Effizienz unter Qualität). Natürlich immer mit der rechtlich notwendigen Einschränkung, dass nun einmal nicht alles heilbar ist!

Meine Vorgehensweise bei Lebensstil-bedingten Erkrankungen:

Mein ganzes Wissen für Sie!

Die Anwendung jedoch liegt immer ein kleines oder großes Stück bei Ihnen.

Das heißt, dass das Teerezept täglich frisch zubereitet werden muss, und entsprechend lange und in ausreichender Menge getrunken werden muss. Ist das zu schwierig, ist es besser, eine Fertigmischung aus der Apotheke zu beziehen. Die ist zwar teurer, aber es hilft ja nichts, wenn die preiswerte Medizin nicht angewendet werden kann, weil am Arbeitsplatz kein Wasserkocher zur Verfügung steht.Sanft” ist ein Fertigpräparat übrigens auch.

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Begleitende Behandlung bei Lebensstil-Erkrankungen

Es gibt ziemlich viele Medikamente, die dem Gesundheitszustand eines Menschen entsprechend verordnet worden sind - und das ist auch gut so. Ist der Mensch zu vielfältig krank, möchte aber seine Medikation umstellen kann ich als Heilpraktikerin nicht viel tun. Aber es gibt sicher eine naturheilkundliche (Privat-) Klinik, die bei stationärem Aufenthalt das eine oder andere bewirken kann. Aber auch dort werden Sie mit ziemlicher Sicherheit Ihre Ernährung und sich selbst auf einen gesünderen Lebensstil umstellen müssen.

Etliche Lebenstil-bedingte Erkrankungen lassen sich mit Naturheilkunde (begleitend) behandeln.

Werden bestimmte ärztlich verordnete Medikamente genommen, lasse ich mich generell hierzu nur in Form einer begleitenden Behandlung ein. Das heißt, Sie stehen in engem Kontakt zu Ihrem behandelnden Arzt. Und der ist informiert, was ich tue. Wenn es also tatsächlich möglich geworden sein sollte, Ihre ärztlich verordnete Medikation zu verändern, entscheidet das Ihr Arzt, nicht ich!

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Ich biete meinen aktiven Patientinnen und Patienten sanfte traditionelle Heilkunde und Lebensstilmedizin an und vertraue dabei unter anderem auf die Heilkraft der Pflanzen, egal in welcher Zubereitungsform. 

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